Vereinsmeisterschaft 2006

 

Liebe Tischtennisfreunde,                                 

 

die diesjährigen Vereinsmeisterschaften sind schon als außergewöhnlich zu betrachten. Aus diesem Grunde hat der alljährliche Kampf um die Vereinskrone einen Auftritt im weltweiten „Internetz“ verdient. Zu erwähnen sind einmal die unglaublich hohe Teilnehmerzahl, der anfängliche Optimismus „Jeder gegen Jeden“ spielen zu wollen und das sagenhafte Grillmoment mitten im November!

Beginnen wir die Dinge chronologisch zu ordnen. Startschuss unseres kleinen vereinsinternen Ausscheidungskampfes sollte am 26.11.2006 um 10 Uhr sein. Insbesondere die Herren Polente und Ziege, welche wieder einmal am Vorabend den „Schlüssel“ in der Hand hielten, hatten sehr mit der Startzeit zu kämpfen. Ehe man sich versah, standen kurz nach 10 Uhr sensationelle 10, in Worten ZEHN, tischtennisbegeisterte Semiprofis des TTVE in der Halle. Unser Trainingsweltmeister und Titelverteidiger Forst, natürlich mit großen Ambitionen zur Josef-Deilmann Straße gereist, musste zu seinem Entsetzen feststellen, dass auch der Seriensieger der vergangenen Jahrzehnte, „Mr. LuckyShut-Lefthand“ Michael Domnik, den Weg in die Halle gefunden hatte. Sollte der Sieger bereits feststehen? Sind wir ehrlich, er stand mit dem Betreten der Halle von Michael fest. Ein kleines Krokodiltränchen bei Forst war zu erkennen, aber Sportsmann Forst revidierte sofort seine gesteckten Ziele und peilte nun die Vizevereinsmeisterschaft an.

Jedes Turnier beginnt mit der Festlegung des Ablaufes. Wie sollte heute gespielt werden? Irgendein Wahnsinniger warf „Jeder gegen Jeden“ in den Raum. Was eine stattliche Zahl von 9 Partien pro Nase mit sich führen würde. Da natürlich fast alle Anwesenden Tischtenniscracks ihre konditionellen Schwächen verbergen wollten, gab sich keiner eine Blöße! Die Abstimmung fiel eindeutig zu Gunsten des „Face-to-Face“ oder „Es kann nur einen geben“ Systems aus. Die gute alte Gruppenphase hatte ausgedient.

Gegen 10.30 Uhr ging es dann endlich los. Die erste Runde war geprägt vom Bruderduell der Kauschkes. Die beiden schenkten sich rein gar Nichts. Im fünften Satz behielt der „Ältere“ die Oberhand. Und das denkbar knapp! 11:9 hieß es am Ende für Holger. (Swen es muss erwähnt werden, dass du bei 9:10 einen Aufschlagfehler gemacht hast.) Ein weiteres Highlight war die Entalkoholisierung von Polente im Spiel gegen Neppo. Der siegessichere Neppo vergab gegen den in den ersten beiden Sätzen noch torkelnden Polente eine 2:0 Satzführung.

So nahmen die Spiele ihren Lauf. Michael zog einsam seine Kreise. Der Kampf um die Plätze sollte sich äußerst spannend gestalten. Forst behielt sowohl gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Tweety (3:1) als auch gegen Jay Tee „Thelle“ Thelen (3:2) die Oberhand. Diese beiden verbissen geführten und gleichzeitig hochklassigen Matches sicherten Forst in der Endabrechnung Rang 2! Die Entscheidung um Platz drei sollte im direkten Duell zwischen Jay Tee und Tweety fallen. Der arme Tweety, welcher eine Verschwörung des Tischtennisgottes gegen sich vermutete, zog auch gegen Jay-Tee den Kürzeren. Damit eroberte Jörg nicht ganz unverdient Rang 3. Tweety musste sich mit „Blech“ zufrieden geben. Auf Rang 5 folgte der freche Polente. Er konnte das Duell um jenen Platz gegen „Fünf-Satz-Holger“ für sich entscheiden. Auf den weiteren Plätzen folgten Swen, Neppo, der widererstarkte und famos aufspielende Jacken und Ziege. Trotz seiner desolaten spielerischen Vorstellung sollte Ziege der Veranstaltung noch seinen Stempel aufdrücken.

Gegen 12 Uhr verabschiedete sich Ziege mit den Worten: „Ich geh mal eben bei Manni das Fleisch holen! Grill habe ich im Auto“ Was hatte Ziege da eben gesagt? FLEISCH, GRILL?? Hallo Ziege? Haben wir vielleicht November? Ja haben wir tatsächlich, aber Ziege zauberte innerhalb von wenigen Minuten eine perfekte Tafel in den Vorraum der Halle. SENSATIONELL!!! Bei kühlem Gerstensaft und saftig gegrillten, qualitativ hochwertigem Fleisch konnte sich nun während der Matches gestärkt werden. Hierfür noch mal ein dreifach kräftiges TTVE OLÉ für unseren Organisator Ziege.

Nachdem die Einzelkonkurrenz nach gefühlten 20 Stunden endlich zu Ende war, musste noch der Doppelvereinsmeister ausgespielt werden. Die an ihre Leistungsgrenzen gehenden Neppo und Holgi mussten ihrer desolaten konditionellen Verfassung Tribut zollen und die Heimreise antreten. So schrumpfte das Teilnehmerfeld auf 8, was eine Anzahl von vier Doppeln bedeutete. Großes Losglück hatte unser frischer Vereinsmeister Michael. Zu seinem Glück gesellte sich an seine Seite der ausgesprochene Doppelspezialist „Die Bank von England“ Jacken. Die anderen „Zweckgemeinschaften“ lauteten Jay Tee/Polente, Forst/Swen und Tweety/Ziege. Ein Favorit war auch bei den Buchmachern zu Beginn nicht auszumachen. Und genauso gestaltete sich auch der Turnierverlauf. In der ersten Runde gelang dem Doppel Jacken/Micha ein deutlicher Erfolg gegen Forst/Swen. Nach großem Kampf und 0:2 (Sätzen) und 1:6 (Punkten) Rückstand drehten Jay Tee/Polente gegen Tweety/Ziege das Match. Im zweiten Durchgang spielten JayTee und Polente groß auf, so dass die verblüffte Paarung Jacken/Micha deutlich mit 3:1 von der Platte gefegt wurde. Somit war vorm letzten „Spieltag“ noch alles drin. Alle möglichen Kombinationen, wer jetzt wie spielen muss, damit dann der eine oder doch der andere mit der Hilfe eines wiederum weiteren anderen oder umgekehrt oder wer auch immer Vereinsmeister wird, soll dem Leser an dieser Stelle erspart bleiben. Die Kombination Jacken/Micha fand zu alter Stärke zurück und schickte Tweety und Ziege mit 3:0 zum nächsten Bier. Die nun eingespielten Forst und Swen knallten die völlig neben sich stehenden Polente und Jay Tee von der Platte (3:0). Sofort kam der Rechenschieber auf den Tisch. Jener brachte die knappste aller denkbaren Entscheidungen ans Tageslicht. Bei Satzgleichheit zwischen Jacken/Micha und Forst/Swen entschied der direkte Vergleich für das Doppel Jacken/Micha. Und wenn man ehrlich ist, so war diese Entscheidung auch verdient! ;-)

Nach einem langen und sehr schönen Nachmittag wurde nochmals der Grill angefeuert. Bei einem wohlverdienten Feierabendbier fand eine sehr gelungene Veranstaltung ihren Ausklang.

 

Somit verbleibe ich mit einem dreifach kräftigen TTVE OLÉ auf die neuen Verein

Aktualisiert (Freitag, den 08. April 2011 um 11:24 Uhr)